Tschau Sepp
Das Theaterstück "Zimmer frei" von Markus Köbeli hat uns von Anfang an gefangen genommen.
Es handelt von einem alten Witwer - eben: Sepp, aber er wird hier immer Opa genannt - und einer jungen, trotzigen Frau in der Gruftie-Phase, die sich eine Wohnung teilen. Was da anfänglich überhaupt nicht passen kann und will, findet im Verlauf des Stücks zusammen.
Mit wieviel Liebe und Takt Köbeli seine Figuren gezeichnet hat ist meisterhaft, und auch uns war es ein echtes Anliegen, ihre echte Würde durch all die Zwerchfell-erschütternden und auch wieder bedrückenden Momente hindurch nie aus den Augen zu verlieren.
Dass Opa am Ende des Stücks tatsächlich stirbt, ist unumgänglich und folgerichtig und war auch für uns nicht einfach. Es gibt Zuschauer, die uns den Sarg auf der Bühne bis heute nicht verziehen haben, aber ihn nach der Produktion zu entsorgen fiel uns fast schwerer, als ihn herzustellen...
Eine Bemerkung zum Bühnenbild: Während rundherum bei den Nachbarn Farbe herrscht, haben wir Glotz' Wohnung ganz in schwarz/weiss gehalten - dies hat sich fast von selbst so ergeben, aber ein Gänterli mit Bauernmalerei in Schwarzweiss zu gestalten, ist auch nicht ganz einfach.
Auf der Bühne

Alt und auf Wohnungssuche

jung, einsam und trotzig

korrekte aber leicht überforderte Vertreterin der Altersheimkommission

Teil des oekologisch/esoterischen Pärchens

rüpelhafter Bekannter von Glotz

undurchsichtig


